Das Projekt
Zwischen Nähe und Netz
Smartphones und digitale Medien gehören heute selbstverständlich zu unserem Alltag. Sie helfen uns, Kontakte zu pflegen, Informationen zu finden, Termine zu organisieren oder kurz zu entspannen. Gleichzeitig können sie unbemerkt etwas beeinflussen, das für die Entwicklung von Kindern besonders wichtig ist: unsere Aufmerksamkeit. Durch Blickkontakt, gemeinsame Aufmerksamkeit und emotionale Präsenz erfahren kleine Kinder Sicherheit und Verbundenheit.
Kleine Kinder lernen in und durch Beziehung. Sie orientieren sich an unserem Blick, unserer Mimik, unserer Stimme und unserer Reaktion auf ihre Signale.
Digitale Medien sind dabei nicht grundsätzlich problematisch. Smartphones können jedoch zu einem „Spielverderber“ werden, wenn sie immer wieder die gemeinsamen Momente zwischen uns Erwachsenen und Kindern unterbrechen. Fachleute sprechen hier von „Technoferenz“ – der Störung zwischenmenschlicher Beziehungen durch digitale Geräte.
Oft sind es bereits kleine Veränderungen, die eine große Wirkung haben. Eine „Smartphone-Tankstelle“ außerhalb des Familienmittelpunkts, ausgeschaltete Push-Nachrichten oder bewusste medienfreie Zeiten können helfen, wieder mehr Raum für Begegnung zu schaffen. Es geht nicht um Perfektion. Es geht um Bewusstsein. Denn Kinder brauchen keine perfekten Eltern – sie brauchen Erwachsene, die ihnen immer wieder mit Interesse, Präsenz und echter Verbundenheit begegnen.
Denn die Grundlage einer gesunden Entwicklung sind nicht Bildschirme, sondern Beziehungen!
DAS TEAM