Handy AUS
Herz AN

Beim Abholen präsent sein

Jetzt im Miteinander

Der Übergang zwischen Zuhause und Betreuung ist oft hektisch und emotional – Jacke, Tasche, Zeitdruck und viele Gedanken gleichzeitig. In diesen Momenten rutscht die Verbindung schnell in den Hintergrund und das Handy wird leicht zur Ablenkung.

Gerade beim Ankommen, Abschied und Wiedersehen helfen kleine, feste Rituale, wieder in Kontakt zu kommen: ein Blick, ein Gruß oder ein kurzer gemeinsamer Moment. Es braucht nicht viel – nur eine kleine Pause im Ablauf, um kurz wirklich beim Kind anzukommen, auch wenn es gerade unruhig oder laut ist.


Begrüßungsritual: Familiengruß

So geht’s

Ein fester Begrüßungsablauf.
So kann es konkret aussehen:

  • Ein gemeinsamer High-Five, eine Umarmung oder ein geheimer Handschlag: „Wir sind wieder zusammen.“

Rituale fördern die Bindung und Sicherheit.

Fördert

Bindung
Sicherheit



Abschiedsritual: Mutmoment

So geht’s

Ein kleiner Übergang beim Abschied.
So kann es konkret aussehen:

  • Ein Elternteil „gibt“ einen Mutkuss in die Hand des Kindes: „Den kannst du nehmen, wenn du mich vermisst.“

  • Das Kind drückt ihn später auf die Wange.

Der Tag wird positiv und ruhig beendet.

Fördert

Trennungssicherheit

Varianten

"Mama- oder Papa-Liebe" wird in Form eines Herzes auf die Handfläche gemalt



Mini-Zeit nur für euch: Zwei-Minuten-Insel

So geht’s

Kurz echte Aufmerksamkeit nach dem Wiedersehen.
So kann es konkret aussehen:

  • Handy bleibt in der Tasche.
    „Erzähl mir kurz alles, was wichtig ist.“
    Oder einfach kuscheln ohne Worte.

Fördert

Beziehung
Nähe



Übergangsfragen: kleine Gesprächsöffner

So geht’s

Gezielte Fragen im Alltag.
So kann es konkret aussehen:

  • „Was war dein lustigster Moment heute?“
  • „„Wem hast du geholfen?“
  • „Was hast du Neues gelernt?“
  • „Was möchtest du morgen noch mal machen?“

Die getrennten Tagesabschnitte werden miteinander verbunden um gemeinsam den Rest des Tages zu bestreiten.

Fördert

Sprache
Reflexion



Geschichtenweg: gemeinsamer Fantasieweg

So geht’s

Unterwegs gemeinsam erzählen.
So kann es konkret aussehen:

  • „Heute landet ein kleiner Drache auf dem Kita-Dach.“

  • Das Kind macht mit: „Er sucht seinen Freund.“

  • Das Elternteil ergänzt eine weitere Handlung.

Und so entsteht eine Geschichte bis nach Hause.

Fördert

Fantasie,
Sprache



Tür-Spiel: Windzauber

So geht’s

Spielerischer Abschied.
So kann es konkret aussehen:

  • Das Kind pustet kräftig: „Ich schicke dir einen Wind!“
  • Die Eltern tun so, als würden sie davon geweht.
  • Dann ein Satz: „Bis später, ich freue mich auf dich.“

Fördert

Emotionale Sicherheit



Anziehen & Ankommen: gemeinsam durch den Übergang

So geht’s

Du gehst bewusst einen Moment langsamer und sagst zum Beispiel: „Ich bin jetzt kurz nur bei dir – und wir machen das zusammen.“ Beim Anziehen entsteht daraus ein kleiner gemeinsamer Ablauf.
So kann es konkret aussehen:

  • „Wo ist dein linker Arm?“
  • „Schaffst du den Reißverschluss schon ein Stück allein?“

Oder ihr macht daraus ein Spiel:

  • „Die Jacke versteckt deinen Arm – sollen wir ihn gemeinsam finden?“

  • Auch beim Schuhe anziehen darf dein Kind kleine Schritte selbst übernehmen, während du ruhig begleitest statt nebenbei schon die nächste Aufgabe zu denken.

Und manchmal reicht mitten im Trubel ein einfacher Satz: „Ich bin gerade wirklich bei dir.“

Fördert

Positive Emotionen
Reflexion

Varianten

Anziehstraße